In eigener Sache

Ich bin wegen eines Blogbeitrages auf Löschung und Abgabe einer Unterlassungserklärung verklagt worden. In der Überschrift warne ich vor Drückerkolonnen im Auftrag einer Wir-helfen-den-Armen-GmbH (*). Das gefällt dieser Wohltäterin der Armen und Schwachen nicht. Im weiteren Text formuliere ich wie folgt:
Gerade habe ich für eine Mandantin ein Zeitschriftenabonnement gegenüber der Wir-helfen-den-Armen-GmbH widerrufen. Der Zeitschriftenwerber klingelte an der Haustüre uns behauptete, er sei der neue Briefträger, der sich einmal vorstellen wollte. Nachdem er sich Zutritt verschafft hatte, erzählte er von seiner Drogenabhängigkeit und dass er der Firma Albatros dankbar sei, dass sie ihm eine Chance geben würde. Die Mandantin wollte ihn so schnell wie möglich wieder loswerden und schloss ein Abo ab.
Da ich für diesen Sachverhalt eine Zeugin habe, war ich guter Dinge, als ich mich gestern zum Landgericht aufgemacht habe. nachdem der herr Vorsitzende uns 45 Minuten auf dem Gang warten lies, gab er seine Rechtsauffassung bekannt und war ziemlich angesäuert, als ich diese nicht gelten lassen wollte. Er führte aus, er werde keine Zeugin anhören, denn alles, was ich beweisen könne, wäre dass jemannd gegenüber der Zeugin behauptet habe, er wäre im Auftrag der Wir-helfen-den-Armen-GmbH unterwegs, ich sei aber für den Wahrheitsgehalt der Tatsachenbehauptung in der Überschrift voll beweispflichtig, also dass der Strolch tatsächlich im Auftrag der GmbH unterwegs war. Ich war konsterniert, ob der Tatsache, dass demjenigen, der verbotene Geschäftspraktiken aufdeckt, jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird, diejenigen die sie ausüben, oder zumindest dulden, dass unter Missachtung gesetzlicher Vorschriften Geschäfte angebahnt werden, mit Samthandschuhen angefasst werden ...Zum vollständigen Artikel

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