Hanns Martin Schleyer und die Veruntreuung studentischer Gelder

Normalerweise halte ich “Hamburgensien” ja aus diesem – ursprünglich aus Berlin stammenden – Blog fern. Wenn es dann aber eine Hamburgensie in die bundesweite Berichterstattung schafft, ist dies jedoch einen Eintrag wert. Was ist passiert?

Der AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) der Universität Hamburg gibt als Organ der Verfassten Studierendenschaft jährlich einen (für die Studenten kostenlosen) Papierkalender in einer Auflage von 12.000 Stück heraus (wobei mir schon nicht ganz klar ist, ob von ca. 38.000 Studenten immer noch 12.000 einen Papierkalender nutzen). Dieser sogenannte “KalendAStA” ist jüngst wieder zum Semesterbeginn erschienen und enthält neben zahlreichen Informationen über das Studium und einigen veganen Rezepten bereits vorgedruckt einige mehr oder weniger wichtige Termine. Dies sind neben dem “Internationalen Frauenkampftag” (8.3.), dem “Welttag der Jogginghose” (21.1.) oder dem Tag, an dem ein paar Studenten mit schlechtem Benehmen dem ehemaligen Wissenschaftssenator Dräger eine Torte gegen den Kopf schleuderten (4.2.2004) bzw. demselben Fischköpfe entgegen warfen (30.1.2003) auch einige fragwürdige Einträge:

1977: Mit seinem Tod schafft Hanns-Martin Schleyer die Voraussetzung für die nach ihm benannte Mehrzweckhalle in Stuttgart (18.10.)

2008: Jörg Haider verunglückt bei einem Autounfall; vermutlich weil er zu weit rechtsaußen fuhr (11.10.)

2003: Der FDP-Politiker und Antisemit Jürgen W. Möllemann fällt aus einem Flugzeug (5.6.)

Diese Zitate haben inzwischen ein breites Medienecho zur Folge gehabt, insbesondere im Hinblick auf Hanns Martin Schleyer (Spiegel Online, Hamburger Abendblatt, Bild). Auch ins Fernsehen hat es diese “Affäre” geschafft (RTL regional, Hamburg 1 – besonders sehenswert ist hier die untaugliche Einlassung eines AStA-Vertreters) ...

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