Zielführende Dialoge bei Gericht

Ein Darlehen wurde gewährt, in einem längst verflossenen Arbeitsverhältnis. Der schriftliche Vertrag sah eine Rückzahlung bis 31.12.2011 vor. Geld kam keines, irgendwann 2012 hat man von fruchtlosen e-mails genug und klagte. Der Klage liegt der Darlehensvertrag bei, außerdem der Auszahlungsbeleg. Die kürzeste Klage des Jahres.

Vor der Güte

Beklagtenschriftsatz (anwaltlich):

….bitte ich um Verlegung in pp., da mein Mandant sich beruflich in Asien aufhält und schwer zu erreichen ist…“

Gericht:

In pp. wird Verlegung abgelehnt, der Mandat ist gar nicht geladen. Er kann sich anwaltlich vertreten lassen.

Beklagtenschriftsatz (anwaltlich):

…in pp. wird vorsorglich bestritten, dass der Beklagte das Geld je erhalten hat…

Gericht:

…in pp. wird auf Anlage K 2 zur Klageschrift hingewiesen. Soll das Bestreiten aufrechterhalten werden?

Beklagtenschriftsatz (anwaltlich):

…reichen wir anliegend die Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Beklagten ein und bitten um PKH….

(Anm.: Das war’s dann mit der Rückzahlung)

In der Güte

Richter zu Beklagtenanwalt:

Das mit dem Bestreiten. Wollen Sie das ernsthaft aufrechterhalten?

Beklagtenanwalt:

Konnte ich noch nicht besprechen.

Gericht:

Seit Zustellung der Klageschrift sind drei Wochen vergangen, die Frage ist doch denkbar einfach zu beantworten ...

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