Mord: Todesschütze gesteht Tötungsdelikt an Staatsanwalt

Anfang 2012 wurde ein junger Staatsanwalt im Amtsgericht Dachau vom damaligen Angeklagten erschossen. Im damaligen Prozess, in dem es um nicht gezahlte Sozialversicherungsbeiträge ging, zog der 44-jährige Angeklagte überraschend eine Pistole. Er schoss neben dem Staatsanwalt auch noch auf die Richterbank und auf die eigene Verteidigerin.

Nun muss sich der Mann wegen Mordes und dreifachen Mordversuches vor dem Landgericht München verantworten. Der Angeklagte zeigt sich geständig und räumte die Tat in einer gerichtlichen Anhörung ein. Als Motiv gab der Transportunternehmer an, dass er häufig vor Gericht verloren habe. Ebenfalls räumte der Mann ein, dass er neben dem Staatsanwalt auch den Richter erschießen wollte. Am ersten Verhandlungstag blieb der Angeklagte jedoch dem Prozess fern. Der schwer an Diabetes erkrankte Mann müsste erneut operiert werden. Bereits vor einigen Wochen wurden ihm beide Beine amputiert. Im Landgericht München war extra ein Krankenbett für den Angeklagten aufgestellt worden.

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt für Strafrecht & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

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