Du studierst doch Jura, oder? Ich hab da mal ’ne Frage...

Gastbeitrag eines Experten in solchen und mancherlei anderen Angelegenheiten. Wer kennt das nicht: Kaum hat man die ersten Wochen seines Jurastudiums hinter sich gebracht, schon werden dadurch Verwandte, Freunde, Bekannte und sonstige Menschen, die man irgendwann mal irgendwo aus irgendwelchen Gründen getroffen hat, auf den Plan gerufen: „Du studierst doch Jura, oder? Ich hab da mal ’ne Frage...“ erschallt es dann zumeist. Viele Fragen, die einem dann gestellt werden, sind schnell beantwortet. Man beantwortet sie zumeist auch gerne, nicht zuletzt, weil man auch ein bisschen stolz ist, sein Wissen anwenden und damit dem ein oder anderen auch unter die Arme greifen zu können. Nur, ab einem bestimmten Punkt – und der ist spätestens erreicht, wenn Fragen das Energie-wirtschaftsgesetzes (EnWG) betreffen oder man gefragt wird, „ob die zweite Erhöhung der Müllgebühren in unserer kreisangehörigen Gemeinde innerhalb von fünf Jahren um 2,75 % denn rechtlich wirklich zulässig sei“, oder ob man „kurz mal die AGB für den eigenen neuen Internetshop schreiben könne“ – ja, spätestens dann fragt man sich zweierlei: Wieso geht jedermann davon aus, dass innerhalb eines etwa achtsemestrigen Studiums jedes der rund 2.100 Gesetze und jede der ca. 3.140 Rechts-verordnungen behandelt wird und man sich in jedem Rechtsgebiet, sei es noch so selten und extraordinär, sicher bewegen kann? Niemand würde von einem Freund, der bspw ...Zum vollständigen Artikel


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