Beten für den Anwalt

Ruft mich ein potentieller Mandant an und fragt an, ob ich mir mal seine Verträge ansehen könne, es gäbe da Unsicherheiten bei den AGB und beim Datenschutz.

Ich bejahe das natürlich.

Er schlägt daraufhin vor, ich könne ja mal “drüberschauen” und ihm dann am Telefon erklären, ob da was zu tun sei und mit welchem Aufwand.

Ich weise darauf hin, daß bereits diese Tätigkeit anwaltliche Leistung darstelle und es je nach Umfang seiner Verträge (ich kannte sie ja noch gar nicht) durchaus eine halbe Stunde oder auch deutlich mehr dauern könne, bis ich sie überhaupt gesichtet hätte.

Nun erklärt er mir, er kenne mich ja gar nicht. Er habe das Bedürfnis, zu seinem Anwalt ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Das könne er aber ja erst, wenn er wisse, wie ich an die Dinge herangehe, wie ich arbeite und denke. Er stelle sich daher vor, daß ich ihm im Telefonat erstmal die Möglichkeit einräume, sich eine solche Meinung von mir zu bilden oder eben auch nicht.

Ich wende ein, daß dies ja, wenn man es mal abstrahiere, bedeute, daß er z.B ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK