Glauben und Wissen

Im Rahmen der Vernehmung des Zeugen durch das Gericht war bei mir der Eindruck entstanden, daß der Zeuge sich das von ihm als eigene „Wahrnehmung“ Geschilderte lediglich aus Vermutungen zusammengereimt hatte. Das kommt häufiger vor als man annehmen mag. Menschen denken in “Geschichten”, schließen also leicht auf kausale Zusammenhänge, ohne daß diese zwangsläufig vorliegen müssen.

Ich fragte den Zeugen also, inwieweit er sich denn – etwa im Hinblick auf eine zuvor dargestellte Schlagabfolge - an diese tatsächlich erinnerte und inwieweit es sich um bloße Schlußfolgerungen handelte, die er gezogen hatte.

Der Zeuge erwiderte, daß es sich nur so zugetragen haben könne wie er es geschildert habe. Das “müsse” so wie dargestellt passiert sein. Anders könne er sich den Vorfall nicht erklären ...

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