Epidemie: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungsverfahren gegen Caterer nach Norovirus-Epidemie ein

Im September erkrankten rund 11.000 Personen in Ostdeutschland an Brechdurchfall. Betroffen waren vor allem Schulen und Kindergärten. Schnell war ein Caterer in Verdacht geraten, der alle betroffenen Einrichtungen beliefert hatte. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt leitete daraufhin Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ein. Als Erreger wurden tiefgefrorene Erdbeeren aus China identifiziert.

Wie die Staatsanwaltschaft nun erklärt, wurde das Ermittlungsverfahren gegen den Caterer eingestellt. Es sei kein Verschulden des Caterer feststellbar, da die Verunreinigung bei der Herstellung der Erdbeeren geschah und nicht bei der späteren Zubereitung. Trotzdem hat das Unternehmen bereits angekündigt, die Betroffenen mit Gutscheinen im Gesamtwert von 550.000 Euro zu entschädigen.

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt für Strafrecht & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

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