Kindesunterhalt soll sich ab 2013 um 10 Euro erhöhen

Der Kindesunterhalt soll sich ab 2013 erhöhen. Es ist eine Erhöhung um 10 EUR pro Monat im Gespräch.

Der Kindesunterhalt gemäß der Düsseldorfer Tabelle soll sich ab 2013 erstmalig seit 2010 wieder erhöhen. Im Schnitt soll sich der Unterhaltsbetrag um bis zu 10 EUR pro Kind erhöhen. Dies berichtet u.a. der “Focus”.

Die wichtigstens Fakten:

1. Die Düsseldorfer Tabellen von 2011 und 2012 haben die Unterhaltsbeträge nicht erhöht.

2. Die Tabelle hat keine Gesetzeskraft, sondern stellt eine Richtlinie dar. Sie weist den monatlichen Unterhaltsbedarf aus, bezogen auf zwei Unterhaltsberechtigte, ohne Rücksicht auf den Rang. Der Bedarf aus der Tabelle ist nicht identisch mit dem Zahlbetrag.

3. Die Bemessung des Kindsbedarfs wird in der Düsseldorf Tabelle von zwei Faktoren abhängig gemacht:

• dem Alter des Kindes – gruppiert in 4 verschiedene Altersstufen in Jahren und • dem sog bereinigten Nettoeinkommen des zum Unterhalt verpflichteten Elternteils – gruppiert in Einkommensstufen in EUR.

Für Unterhaltsverpflichtete mit einem bereinigten Nettoeinkommen von über 5.100,00 EUR geht die Düsseldorfer Tabelle von einer Bemessung des Kindsbedarfs „nach den Umständen des Falles“ aus. Dies bedeutet, dass in der Regel eine konkrete Unterhaltsbemessung stattzufinden hat.

4. Nach § 1612a BGB ist ein Mindestunterhalt für minderjährige Kinder vorgesehen. Der Kindesunterhalt richtet sich nach dem “sächlichen Existenzminimum” im Sinne des Steuerrechts. Demgemäß orientiert sich der Mindestunterhalt an dem doppelten Freibetrag für das sächliche Existenzminimum eines Kindes (Kinderfreibetrag) gemäß § 32 Abs.6 EStG. Der doppelte steuerliche Kinderfreibetrag (§ 32 Abs. 6 Satz 1 EStG) beträgt seit 2010 jährlich (2 x 2.184 EUR= 4 ...

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