Wie man ein “Wiedererkennen” im Gerichtssaal vermeidet

Ein wichtiges Thema in Strafprozessen ist das Wiedererkennen eines Tatverdächtigen durch Zeugen. Kürzlich ist ein Strafverfahren eingestellt worden, in dem ich als Strafverteidiger wegen Verkehrsunfallflucht tätig war und in dem es um das Wiedererkennen ging.

Meinem Mandanten war vorgeworfen worden, Ende 2010 in Berlin einen Unfall verursacht zu haben und sich vom Unfallort entfernt zu haben, ohne Feststellungen ermöglicht zu haben.

Ich hatte bereits in einer Stellungnahme gegenüber der Staatsanwaltschaft im Ermittlungsverfahren darauf hingewiesen, dass schon nicht nachgewiesen war, dass mein Mandant den von ihm angemieteten Transporter auch selbst gefahren hatte und nach den fotografisch dokumentierten Schäden erhebliche Zweifel an der Kompatibilität der Schäden bestanden, d.h. ob die Schäden tatsächlich durch das gemietete Fahrzeug verursacht wurden.

Auch hatte die einzige Zeugin des Geschehens gar nicht den Unfall beobachtet, sondern nur, dass bei regnerischem Wetter zwei Personen auf der Straße am Heck des Transporters waren, der neben dem PKW gehalten hatte.

Dies hinderte die Staatsanwaltschaft jedoch nicht und sie beantragte einen Strafbefehl über 900 Euro und die Verhängung eines Fahrverbots von einem Monat. das Amtsgericht erließ er diesen Strafbefehl auch, worauf ich für den Mandanten Einspruch einlegte ...

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