O2 will doch keine Bewegungsdaten verkaufen

Telefonkunden von O2 müssen nun doch nicht befürchten, dass ihre Bewegungsdaten verkauft werden. Der Mutterkonzern Telefonica hat die Pläne für Deutschland gestoppt. Das berichtet tagesschau.de.

Vor einigen Tagen hatte die Meldung für mächtigen Wirbel gesorgt, dass O2 mit Telefondaten seiner Kunden Geld machen will. Hierbei sollte es maßgeblich um Bewegungsdaten gehen, von denen bei der Nutzung eines Mobiltelefons natürlich jede Menge entstehen. In einem Werbefilm wurde das Produkt so vorgestellt:

Mit Telefonica Dynamic Insights können Sie ab jetzt sehen, wohin sich Kunden bewegen, während sie sich bewegen. Sie erfahren, wo Ihre potenziellen Kunden wirklich sind, wann sie da sind – und wie oft.

“Smart Steps” ist der Name des neuen Produkts. Dass sie sozusagen “Step by Step” im Dienste der Marktforschung überwacht werden sollten, dürfte vielen O2-Kunden nicht gefallen haben. Und das trotz der Beteuerung von Telefonica, sämtliche Daten würden vor dem Verkauf anonymisiert. Wie intensiv dies geschehen sollte, wurde schon mal nicht gesagt.

Rechtlich bestünden für O2 ohnehin zunächst große Hürden, schon was den Umgang mit den eigenen Kunden angeht. So ist bereits zweifelhaft, ob Bewegungsdaten überhaupt gespeichert werden dürfen, um sie an Dritte zu verkaufen. Bewegungsdaten darf ein Unternehmen jedenfalls nach der geltenden Rechtslage nur verwenden, wenn es seine eigenen Dienste vermarkten oder konkrete Zusatzleistungen anbieten will, für die Bewegungsdaten benötigt werden ...

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