2C 115/2012: "Beteiligungshändler" verneint

X. war als selbständiger Unternehmensberater tätig. Er erwarb am 25. August 2000 die Hälfte der Aktien der S.Holding SA, deren Aktienkapital 12 Millionen Franken betrug. Ende 2000 hielt die S. Holding SA sämtliche Aktien der S. V. SA sowie der U.SA. Beide Tochtergesellschaften waren im Bereich der Verpackungsindustrie tätig. Ende 2000 waren die Gesellschaften notleidend, weshalb Restrukturierungs- und Sanierungsmassnahmen getroffen wurden: Die S. Holding SA ging mittels Fusionsvertrag vom 18. Oktober 2002 auf ihre Tochtergesellschaft, die S. V. SA, über (Mutterabsorption). Eine kreditgebende Bank verzichtete auf einen Teil ihrer Guthaben und die Steuerbehörden erliessen ausstehende Steuerschulden (der S. V. SA. Die Aktionäre, darunter X., leisteten substantielle Kapitaleinlagen. In der Folge trat X. dem Verwaltungsrat der S. V.SA bei und wurde am 29. Januar 2003 deren Verwaltungsratspräsident. Mit Vertrag vom 9./14. November 2005 verkaufte er seine Beteiligung an dieser Gesellschaft an die P. SA und trat sodann aus dem Verwaltungsrat der S. V. SA zurück. Das BGer hatte auf Beschwerde der Walliser Veranlagungsbehörde die Frage zu entscheiden, ob ein Fall von "Beteiligungshandel" vorlag. Dabei hielt das BGer insbesondere Folgendes fest:
Bei steuerpflichtigen Personen, die hauptberuflich unselbständig erwerbstätig sind, hat das Bundesgericht bisher einen nebenberuflichen "Beteiligungshandel" nur vereinzelt und bei besonders gelagerten Sachverhalten angenommen. Wurde eine solche selbständige Nebenerwerbstätigkeit bejaht, obschon im Extremfall nur gerade eine Beteiligung zum Verkauf gelangt war, spielten durchwegs die Indizien der "Berufsnähe" bzw. der eingesetzten "Spezialkenntnisse" eine gewisse Rolle ...
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