Bunga Bunga: Berlusconi bestreitet Sex auf seinen Partys

Der ehemalige italienische Regierungschef Silvio Berlusconi muss sich in Mailand vor Gericht verantworten. Vorgeworfen wird ihm Beihilfe zur Prostitution Minderjähriger und Amtsmissbrauch. Auf sogenannten Bunga-Bunga-Partys in seiner Privatvilla sollen sich Minderjährige prostituiert haben.

Vor Gericht bestreitet Berlusconi nun die Vorwürfe. Er selbst hätte nie Sex mit der damals 17-Jährigen „Ruby“ gehabt. Auch schließe er aus, dass es zu Sex durch andere Personen mit der jungen Frau in seinem Haus gekommen sein könnte. Die Geschichten rund um seine Partys sehe er eher als Verleumdungen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Milliardär aber nicht nur vor, dass er die junge Frau 13-mal für Sex bezahlt haben solle, sondern er solle auch anschließend Druck auf die Mailänder Polizei ausgeübt haben. So solle er den Polizeipräsidenten nach der Verhaftung des Mädchens angerufen haben und behauptet haben, dass die 17-Jährige die Nichte des ägyptischen Staatschefs sei. Damit solle er die Freilassung der jungen Frau bezweckt haben.

Das Telefonat räumt Berlusconi zwar ein, jedoch wollte er nur Informationen erfragt haben. Er hätte wohl auch gesagt, dass es sich um die Nichte des Staatschefs handeln würde, das hätte er aber damals tatsächlich geglaubt. Die 17-Jährige hätte sich ihm gegenüber als 24-jährige Nichte des Ägypters vorgestellt. Erst später habe er durch einen Bekannten erfahren, dass dies nicht stimme. Der Prozess wird in den nächsten Tagen fortgesetzt.

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt für Strafrecht & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage ...

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