ArbG Duisburg: Beleidigung bei „Facebook“ kann zu fristloser Kündigung ohne vorige Abmahnung führen

Rechtsnorm: § 626 Abs. 1 BGB Wie nun bekannt wurde, hat das Arbeitsgericht Duisburg mit Urteil vom 26.09.2012 (Az. 5 Ca 949/12) entschieden, dass ein Arbeitnehmer, der seinen Arbeitgeber oder seine Kollegen via Social Media beleidigt, fristlos entlassen werden darf. Eine solche Kündigung kann nur unter Beachtung der Besonderheiten des Einzelfalls für unwirksam erklärt werden. Zum Sachverhalt: Auf seinem Facebook-Profil bezeichnete der seit 2008 beim Beklagten beschäftigte Kläger seine Arbeitskollegen als „Speckrollen“ und „Klugscheißer“. Der Beklagte kündigte daraufhin das Arbeitsverhältnis fristlos, wogegen der Kläger Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht Duisburg einreichte. Das Gericht kam im konkreten Einzelfall zum Ergebnis, dass die Kündigung ohne vorige Abmahnung unwirksam war, da der Kläger im Affekt handelte. Er habe erst kurz vorher erfahren, dass ihn Kollegen zu Unrecht bei seinem Arbeitgeber denunziert hatten. Außerdem habe er die Kollegen im Rahmen seiner Beleidigungen nicht namentlich genannt, wodurch sie nicht ohne weiteres identifizierbar waren ...Zum vollständigen Artikel


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