Ankündigung einer Erkrankung bei nicht bewilligtem Urlaub - Kündigung nur nach Abmahnung?

Der Kläger wendet sich gegen die Kündigung seines Arbeitsverhältnisses. Er wollte für den Zeitraum vom 21.08. bis 04.09.2011 Urlaub nehmen, was die beklagte Arbeitgeberin wiederholt aus betrieblichen Gründen ablehnte. Die Beklagte wirft dem Kläger vor, den Urlaub erzwungen versucht zu haben: Unmittelbar vor dem begehrten Urlaubstermin sei der Kläger am Freitag, den 19.08.2011, mit einer Manschette um den Arm in das Büro des Geschäftsführers gekommen und habe erklärt, der Geschäftsführer der Beklagten solle den Arzt Dr. B anrufen, welcher bestätigen könne, dass er – der Kläger – krank und nicht arbeitsfähig sei. In diesem Zusammenhang habe der Kläger sodann vorgeschlagen, er werde, wenn er zu dem gewünschten Termin Urlaub erhalte, keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen und nach Urlaubsende geheilt seine Arbeit wieder aufnehmen. Nachdem dieser Vorschlag abgelehnt worden sei, habe sich der Kläger in die Krankheit geflüchtet und ab dem 20.08.2011 bis zum 07.09.2011 arbeitsunfähig krankschreiben lassen. Allein der Umstand, dass der medizinische Dienst der Krankenkasse am 07.09.2011 die Fortdauer der Arbeitsunfähigkeit bestätigt habe und die Arbeitsunfähigkeit auch gegenwärtig fortbestehe, ändere nichts daran, dass der Kläger jedenfalls den unzulässigen Versuch unternommen habe, die Beklagte unter Druck zu setzen, wobei ihm jedes Mittel recht gewesen sei. Die Beklagte hat das Arbeitsverhältnis außerordentlich, hilfsweise ordentlich gekündigt. Der Kläger tritt den Vorwürfen substantiiert entgegen.

Das ArbG Herne hat der Klage gegen die außerordentliche Kündigung rechtskräftig stattgegeben ...

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