Schadensersatz für ein krankes Pferd

Tritt bei einem Pferd innerhalb von 6 Monaten nach dem Kauf des Tieres eine Krankheit auf, an der das Tier bereits zum Zeitpunkt des Kaufs gelitten haben muss, kann der Käufer den Kauf rückabwickeln. Aber Schadensersatz erhält der Käufer nur dann, wenn ein Verschulden des Verkäufers vorliegt.

Mit dieser Begründung hat das Landgericht Coburg in dem hier vorliegenden Fall der Klage eines Pferdekäufers überwiegend stattgegeben. Der Kläger kaufte im Oktober 2010 vom Beklagten ein Pferd zum Kaufpreis von 4.900,00 Euro. Im Mai 2011 ließ der Käufer durch seinen Rechtsanwalt dem Verkäufer mitteilen, dass das Pferd beim Reiten häufig stolpere. Der Verkäufer wies alle Ansprüche zurück. Der Kläger gab an, dass das Pferd bereits im Oktober 2010 beim Ausreiten mehrfach gestolpert sei. Er habe es für möglich gehalten, dass dies auf seine fehlende Erfahrung als Reiter zurückzuführen sei. Im November und Dezember 2010 sei eine starke Lahmheit aufgetreten, die bis März 2011 angedauert habe. Erst im April 2011 habe man das Pferd überhaupt wieder reiten können, wobei das Pferd wieder stark gestolpert sei. Dieses Stolpern sei auch bei erfahrenen Reitern festzustellen gewesen. Der Kläger wollte die von ihm bezahlten 4.900 Euro zurück und mehr als 2.500 Euro Schadenersatz für Kosten im Zusammenhang mit dem Ankauf, Behandlungskosten und Einstellkosten. Im Gegenzug beabsichtige er das Pferd zurückgeben.

Der Beklagte verteidigte sich damit, dass er nur gelegentlich Pferde züchte und veräußere. Er sei nicht wie ein Unternehmer zu behandeln. Bei Übergabe des Pferdes habe kein Mangel vorgelegen ...

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