Drohnenflug am «Leutschenbach» mit Ausnahmebewilligung

An der diesjährigen TEDxZurich-Konferenz präsentierte unter anderem Robotikprofessor Davide Scaramuzza mit seinem Team eine autonome Mini-Drohne. Die Präsentation war nur mit einer Ausnahmebewilligung der schweizerischen Flugsicherung Skyguide möglich, denn am «Leutschenbach»-Standort von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), wo TEDxZurich 2012 stattfand, sind Drohnen-Flüge grundsätzlich verboten – auch innerhalb von Gebäuden.

Flugverbot für Mini-Drohnen am «Leutschenbach»

Das Verbot stammt nicht vom SRF, sondern findet sich in Art. 17 Abs. 2 der Verordnung über Luftfahrzeuge besonderer Kategorien (VLK):

«Der Betrieb von Modelluftfahrzeugen mit einem Gewicht zwischen 0,5 und 30 kg ist untersagt […] in einem Abstand von weniger als 5 km von den Pisten eines zivilen oder militärischen Flugplatzes […].»

Das «Leutschenbach» liegt drei Kilometer südlich des Flughafens Zürich und befindet sich damit in einem Abstand von weniger als fünf Kilometer zur nächstgelegenene Piste 16/34. Da die Drohne rund 1,5 kg wog, bestand somit grundsätzlich ein Flugverbot aufgrund der Distanz zu Piste.

«Grundsätzlich», weil Art. 18 VLK vorsieht, dass «von der Flugverkehrsleitstelle oder dem Flugplatzleiter» Ausnahmen bewilligt werden können, sofern andere Luftraum-Benützer sowie Dritte am Boden nicht gefährdet werden. Für die Flugsicherung am Flughafen Zürich ist Skyguide zuständig.

Antrag für Ausnahmebewilligung

Die VLK und auch Skyguide (PDF) unterscheiden nicht zwischen Drohnen-Flügen innerhalb und ausserhalb von Gebäuden. Ausserdem sollte die Mini-Drohne von Professor Scaramuzza bei Bedarf auch im Freien fliegen können ...

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