Mein persönlicher Samstagskrimi im Aachener Landgericht. Charles de Gaulle und Churchill verhindern einen Fortsetzungstermin.

Charles de Gaulle, Urheber: Wegmann, Ludwig, Wikimedia Commons, Bundesarchiv

Fast pünktlich, nämlich um 9:15 Uhr, begann die heutige Samstagmorgenhauptverhandlung vor dem Aachener Landgericht. Aufgrund von Terminsnöten hatten alle Beteiligten das Wochenende geopfert, was vor allem bei einem der beiden Angeklagten auf wenig Gegenliebe stieß. Der war nämlich schon vor 3 Tagen von der JVA Geldern nach Aachen gebracht worden und musste dort ohne Fernseher und andere Annehmlichkeiten seine Zeit in einer Gewahrsamszelle totschlagen. Ein von mir als Entlastungszeugen aufgebotenes Ehepaar war nur zur weiblichen Hälfte erschienen, was den Unmut des Vorsitzenden hervorrief, der das von der Ehefrau mitgebrachte ärztliche Attest über den Gesundheitszustand ihres Ehemannes als wenig aussagekräftig ansah und sich deshalb die Verhängung eines Ordnungsgeldes und die polizeiliche Vorführung zum nächsten Termin ausdrücklich vorbehielt. Einer der beiden Angeklagten meinte halblaut, er wolle gerne einmal das Attest des Vorsitzenden sehen, der den vorherigen Verhandlungstermin wegen einer eigenen Erkrankung abgesagt hatte.

Weil der Staatsanwalt es als wenig tunlich ansah, die Vernehmung der Eheleute auf verschiedene Tage zu verteilen, da die sich dann absprechen könnten, wurde die Frau gleich wieder nachhause geschickt. Ein kurzfristig geladener Kripobeamter wurde noch gehört und ich habe schnell 2 weitere Beweisanträge gestellt ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK