Was zu einem Mandat gehört - wie weit geht der Service?

Als Rechtsanwalt ist man Dienstleister und die wenigsten Dienstleister können es sich leisten, für jeden Handschlag die Halt aufzuhalten und wirklich jede Leistung abzurechnen. In den meisten Mandatsverhältnissen wird keine Honorarvereinbarung oder eine Stundensatzabrede getroffen, dann rechnet der Anwalt nach dem RVG ab. Hier wird die anwaltliche Tätigkeit pauschaliert abgerechnet, wobei es dem Anwalt in Grenzen durchaus möglich ist, die Höhe der einzelnen Gebühren dem Aufwand nach oben oder auch nach unten anzupassen. Nun gibt es viele Mandanten, die sich glücklich schätzen, dass sich jemand professionell um "ihre" Sache kümmert. Gerne kommt dann die Bemerkung "darum kümmert sich mein Anwalt". Ist der Anwalt damit beauftragt, gibt es kein Problem. Schwierigkeiten ergeben sich allerdings in Fällen, in denen auch von einer vollkommen neuen Mandatierung ausgegangen werden könnte, die also vom Grundsatz her gesondert zu vergüten wären. Der häufigste Fall ist die Korrespondenz mit der Rechtschutzversicherung. Mittlerweile dürfte es als geklärt gelten, dass die Einholung der Deckungszusage und die Abrechnung gegenüber der Rechtschutzversicherung eine gesonderte, kostenpflichtige Tätigkeit darstellt. In den meisten Kanzleien wird es allerdings als Serviceleistung für den Mandanten gehandhabt, solange sich die Korrespondenz mit der Versicherung auf ein Schreiben beschränkt. Was aber, wenn die Versicherung sich quer stellt, die Deckungszusage verweigert oder eigenmächtige Kürzungen vornimmt? Auftraggeber ist der Mandant und Zahlungspflichtiger ist auch der Mandant. Im Verkehrsrecht kommt es nicht selten vor, dass ein Mandant auf dem Weg zur Arbeit oder während einer dienstlichen Fahrt bei einem Unfall verletzt wird. Der Anwalt wird damit beauftragt den Personen- und Sachschaden bei der gegnerischen Versicherung zu regulieren ...Zum vollständigen Artikel


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