EuGH bestätigt Fluggastrechte bei Flugverspätung

Der EuGH hat in einem vom AG Köln und dem High Court of Justice (England & Wales) eingeleiteten Vorabentscheidungsverfahren (C-581/10) erneut die Rechte von Flugreisenden gestärkt. Die Richter haben bestätigt, dass die entfernungsabhängigen pauschalen Schadensersatzansprüche, die Flugreisenden nach der Fluggastrechteverordnung (VO EG 261/2004) im Fall von Flugausfällen zustehen, auch dann zu zahlen sind, wenn der Reisende mit einer Verspätung von mehr als 3h an seinem Reiseziel ankommt. Die Airline, die unabhängig von der Buchungsart Anspruchsgegner ist, kann sich davon nur befreien, wenn sie “nachweisen kann, dass die große Verspätung auf außergewöhnliche Umstände zurückgeht, die sich auch dann nicht hätten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen worden wären, also auf Umstände, die von dem Luftfahrtunternehmen tatsächlich nicht zu beherrschen sind.“

Für diese so genannten „außergewöhnlichen Umstände“ trägt die Airline die Beweislast ...

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