„Speckrolle“ und „Klugscheißer“ als Facebook-Einträge können Kündigung rechtfertigen

Bezeichnet ein Arbeitnehmer auf seiner Facebook-Seite seine Kollegen als „Speckrolle“ und „Klugscheißer“, kann dies eine fristlose Kündigung begründen. Denn solche groben Beleidigungen greifen nachhaltig in die Rechte der Betroffenen ein, entschied das Arbeitsgericht Duisburg in einem am Dienstag, 23.10.2012, bekanntgegebenen Urteil (AZ: 5 Ca 949/12). Eine Kündigung sei selbst dann gerechtfertigt, wenn die Einträge nur für die sogenannten Facebook-Freunde und Freundesfreunde sichtbar sind, so die Arbeitsrichter in ihrer Entscheidung vom 26.09.2012.

Im entschiedenen Rechtsstreit kam der im Einzelhandel beschäftigte Kläger aber ausnahmsweise noch einmal mit einem blauen Auge davon. Der Mann hatte 2008 seine Arbeitskollegen unter anderem als „Speckrollen“ und „Klugscheißer“ bezeichnet, ohne dabei jedoch konkrete Namen zu nennen. Grund: Seine Kollegen hatten ihn zu Unrecht bei seinem Arbeitgeber denunziert.

Auf der Facebook-Seite des Klägers war eine Vielzahl von Kollegen als „Freunde“ gekennzeichnet, so dass die Beleidigungen schnell die Runde machten – bis hin zum Arbeitgeber. Dieser kündigte dem Mann schließlich ohne Abmahnung fristlos.

Die Duisburger Arbeitsrichter stellten nun klar, dass die auf der Facebook-Seite geäußerten Beleidigungen eine fristlose Kündigung rechtfertigen können ...

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