Was zu viel ist zu viel – 11facher Betrag der gesetzlichen Anwaltsgebühren abgerechnet

Meistens lehne ich es ja ab, neue Mandanten in Honorarprozessen gegen ihre vorigen Anwälte zu vertreten. In diesem Fall war das Verhalten der Kollegen aber einfach zu dreist.

Die Kollegen wurden von meinem Mandanten im November 2011 beauftragt, die Vertretung in einem landgerichtlichen Verfahren in einer gesellschaftsrechtlichen Auseinandersetzung zu übernehmen.

Man vereinbarte ein Stundenhonorar von 250 € netto, wobei nach Angaben meines Mandanten für das erstinstanzliche Verfahren insgesamt eine Kostenobergrenze von 5.000 € angegeben wurde. Der Streitwert für die Klage beträgt etwas über 13.000 €.

Die Klage hatte vorher noch eine andere Kanzlei gefertigt und eingereicht. die Kollegen fertigten nach Mandatsübernahme im November 2011 einen kurzen Schriftsatz, mit dem sie eine Fristverlängerung beantragten.

Im Dezember 2011 folgte dann ein sechsseitiger Schriftsatz mit dem zur Sach- und Rechtslage vorgetragen wurde. Das Landgericht beraumte im Januar 2012 einen Termin im Mai 2012 an.

Im März 2012 fertigten die Kollegen dann nochmal einen dreiseitigen Schriftsatz an das Landgericht, mit dem auf richterliche Hinweise reagiert wurde.

Im Mai 2012 legten die Kollegen dann fünf Tage vor dem Termin das Mandat nieder und beantragten eine Terminsverlegung wegen der Mandatsniederlegung ...

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