Besprechung des “Frauentausch”-Urteils im IPRB

In der Ausgabe 10/2012 der Zeitschrift “IP-Rechtsberater” wurde eine Besprechung des “Frauentausch”-Urteils von mir veröffentlicht. Die Entscheidung ist interessant, weil es um die Reichweite der Einwilligung einer Darstellerin in einer TV-Serie ging.

Hintergrund des Urteils vom LG Berlin (27 O 14/12) ist die TV-Sendung “Frauentausch” in der im Rahmen eines Dokumentationscharakters meist Laien-Darsteller im Vordergrund stehen. Die Klägerin ist in dem Verfahren gegen RTL II vorgegangen, weil sie die nochmalige Ausstrahlung einer Folge unterbinden wollte. In dieser Sendung hatte die Klägerin mitgewirkt und dazu auch ihre Einwilligung erteilt. In der dann aber letztlich ausgestrahlten Folge wurde die Darstellerin lächerlich gemacht, indem eine Off-Stimme und grafische Elemente zu den Szenen der Klägerin hinzugefügt wurden. Dadurch entstand das Bild einer massiv überforderten und geistig verwirrten Mutter.

Die Mutter verlangte von dem Sender Schadensersatz sowie keine weitere Ausstrahlung der Folge. Das Gericht musste nun klären, ob die Frau trotz der ursprünglichen Einwilligung zur Erstellung der Aufnahmen dies verlangen kann, schließlich hat sie für die Aufnahmen auch ein Honorar erhalten ...

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