Alkohol am Steuer oder die Schwierigkeiten der Rechtsmedizin, dies zu bestätigen

Es erscheint ein Hilfesuchender, dem man vorwirft, er sei volltrunken in seinen PKW gestiegen und auf öffentlichen Straßen umhergefahren. Der Mandant erklärt hingegen, erst nach Beendigung der Fahrt und kurz vor Erscheinen der Polizeibeamten erhebliche Mengen Alkohol getrunken zu haben, schildert also einen Nachtrunk. Es werden die wegen des Nachtrunkeinwandes üblichen zwei Blutproben entnommen, wobei durch das rechtsmedizinische Institut einer bekannten Universität dann auch eine BAK von erheblich über zwei Promille festgestellt wird.

Dies nimmt dann das zuständige Amtsgericht zum Anlass, die Fahrerlaubnis vorläufig zu entziehen. Die Nachrechnung ergibt aber, dass der Nachtrunkeinwand durchaus stimmen kann. Gegen den Beschluss über die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis wird also Beschwerde eingelegt.

Das Amtsgericht macht fairerweise die Entscheidung über die Beschwerde davon abhängig, dass – vom gleichen rechtsmedizinischen Institut der Universität – eine sogenannte Begleitstoffanalyse der entnommenen Blutproben erstellt wird, die klären soll, ob der Nachtrunkeinwand so stimmt oder nicht. Die Analyse wird denn auch angefertigt mit dem Fazit, dass der Nachtrunkeinwand mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschließen sei. Das Amtsgericht sieht sich bestätigt und legt die Beschwerde demzufolge dem Landgericht vor ...

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