UN-Kriegsverbrechertribunal: Karadzic fordert erneut Freispruch in allen Anklagepunkten

Der frühere bosnische Serbenführer Radovan Karadzic verteidigt sich vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal wegen Völkermords und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Erneut wies er die Anklage zurück und plädierte auf Freispruch. Er hätte alles getan, um einen Krieg zu verhindern, führte der Angeklagte aus. Weiterhin ist er der Meinung, dass er nicht angeklagt gehöre, sondern eine Auszeichnung verdient hätte. Karadzic verteidigt sich selbst vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal und hat auf rechtlichen Beistand verzichtet.

Ihm wird zur Last gelegt, dass er im Jahr 1995 einen Völkermord an rund 8000 muslimischen Männern und Jungs angeordnet hätte. Er war nach rund 13 Jahren Flucht im Jahr 2008 festgenommen worden. Schon seit 2009 verteidigt sich der 67-Jährige vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal.

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt für Strafrecht & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

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