Universal vs. Blogger

Universal gegen Blogger, so tönt es derzeit aus der Blogosphäre. Universal, das ist kurz für die Universal Music GmbH, also für eine Vertreterin der so genannten Musikindustrie. Und diese Firma versendet seit Kurzem Briefe, in denen sie Blogger auffordert, bestimmte Videodateien aus ihren Artikeln zu löschen. Wie bekannt sein dürfte, kann man ohne Schwierigkeiten ein Video beispielsweise von YouTube oder Vimeo auf seiner eigenen Internetseite, in seinem eigenen Blog einbinden. "Embedding" nennt sich das, was geschieht ist, dass das Video auch auf der eigenen Internetseite, in dem eigenen Blog angezeigt wird und der Nutzer nicht zu YouTube wechseln muss. Es ist also kein einfacher Link, der gesetzt wird. Denn dann wäre die Sache klar: Nach der Paperboy-Entscheidung des BGH ist das Linksetzen nämlich - quasi als Grundprinzip des Internet - erlaubt. Beim Embedding ist das etwas anderes. Das hat beispielsweise das Oberlandesgericht Düsseldorf mit Urteil vom 08.11.2011, Aktenzeichen: I-20 U 42/11, 20 U 42/11, bezüglich eines eingebundenen Fotos entschieden:
"In der Einbindung der streitgegenständlichen Fotos in die Webseite [...] liegt eine Verletzung des Rechts des Klägers auf öffentliche Zugänglichmachung, § 19a UrhG ...
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