Löffel-weise sehr weise verabreichte bittere Pille für einen findigen Apotheker

Es war einmal…………ein Apotheker. Mit einer hübschen kleinen Apotheke. In einem hübschen und idyllischem kleinen Flecken Erde. Ein Märchen.

Ein Märchen? Nun – an manchen Orten gibt es solche Apotheken. Manche liegen idyllisch abgeschieden. Manche halten – vielleicht auch daher - findig Ausschau nach neuen Wegen, wie sie ihr Warensortiment an den Mann und die Frau bringen. Per Internet. Oder per Selbstbedienung.

Sie erinnern sich an diese idyllische Geschichte über märchenhafte Wünsche und Zustände und Ideen in Düren? Nun hat die böse Stiefmutter dazwischengefunkt. Nein, Quatsch. Die nicht, sondern das Bundesverwaltungsgericht hat gestern entschieden und damit sehr weise löffel-weise auch in der Revisionsinstanz mit dem dritten Häppchen nach den Vorinstanzen eine weitere bittere Pille für den findigen Apotheker verabreicht. Es gilt danach: Keine Selbstbedienung für apothekenpflichtige Arzneimittel. damit hat das BVerwG die Verfassungsmässigkeit des Verbots, apothekenpflichtige Arzneimittel im Wege der Selbstbedienung in den Verkehr zu bringen (§ 17 Abs. 3 der Apothekenbetriebsordnung – ApBetrO) bestätigt.

Der Kläger ist selbstständiger Apotheker. Er wandte sich gegen eine Ordnungsverfügung, mit der ihm der beklagte Landkreis untersagt hatte, als apothekenpflichtig gekennzeichnete Arzneimittel in der Selbstbedienung zum Verkauf anzubieten. Der Kläger meinte, dass das vom Beklagten zur Begründung der Untersagungsanordnung herangezogene Verbot in § 17 Abs. 3 ApBetrO wegen Verstoßes gegen das Grundrecht auf freie Berufsausübung verfassungswidrig sei. Seine Klage blieb in beiden Vorinstanzen ohne Erfolg.

Das Bundesverwaltungsgericht hat auch die Revision des Klägers zurückgewiesen ...

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