Legalese Folge 5: Absicherung von Garantieansprüchen bei M&A-Transaktionen

Das attraktive Target für eine Übernahme ist gefunden, aus der Due Diligence haben sich jedenfalls keine rechtlichen „dealbreaker“ ergeben, die Preisvorstellungen scheinen angemessen und auch bei den Garantien ist man sich ziemlich einig. So weit, so gut – wie aber kann man Garantieansprüche gegen das Risiko einer Verkäuferinsolvenz sichern? Teil 5 unserer Serie zu Details und Fachbegriffen im Bereich M&A.

Mit Kaufpreiseinbehalt, Treuhandkonto, Kontopfändung oder Bankbürgschaft stehen verschiedene Optionen zur Verfügung, die nach den Ergebnissen der CMS European M&A Study 2012 durchaus verbreitet sind.

Kaufpreiseinbehalt

Ansprüche aus Garantieverletzungen können durch einen Kaufpreiseinbehalt gesichert werden. Dieser kann als Stundung oder Ratenzahlung in Bezug auf den zurückbehaltenen Teil des Kaufpreises gestaltet werden. Im Jahr 2011 sahen 37 % aller Transaktionen mit Sicherungsmechanismus einen Kaufpreiseinbehalt vor. Entscheiden sich die Parteien für einen Kaufpreiseinbehalt, so beträgt er üblicherweise zwischen 5–10% des Gesamtkaufpreises.

Treuhandkonto

Der Kaufpreiseinbehalt ruft aus Verkäufersicht ein spiegelbildliches Sicherungsbedürfnis des Verkäufers gegen eine Käuferinsolvenz im Hinblick auf die ausstehende Kaufpreiszahlung hervor.

Dem kann entweder durch Hinterlegung des Betrags auf einem Treuhandkonto („Escrow Account“) oder durch Einrichtung eines Gemeinschaftskontos, über das die Parteien nur gemeinsam verfügen können („Und-Konto“) begegnet werden ...

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