Kein Krematorium im Gewerbegebiet

Ein Krematorium verträgt sich nicht mit der Zweckbestimmung eines Gewerbegebietes und ist daher dort weder allgemein nocht ausnahmsweise zulässig.

Mit dieser Begründung hat das Verwaltungsgericht Osnabrück die Klage einer Firma abgewiesen, die auf dem Grundstück Alfred-Nobel-Straße 4 in Wietmarschen-Lohne innerhalb des festgesetzten Gewerbegebietes ein kommerziell geführtes Krematorium für Humanleichen betreiben will. Die Klägerin betonte in ihrer Klage, dass es sich bei dem Vorhaben um eine auf den technischen Vorgang des Verbrennens von Leichen beschränkte Anlage handele.

Dieser Argumentation ist das Verwaltungsgericht Osnabrück nicht gefolgt. Vielmehr sieht das Verwaltungsgericht in dem Vorhaben ein Krematorium mit einem Abschiedsraum. Das ergebe sich daraus, dass die Klägerin auch die Baugenehmigung für ein -diesem Zweck entsprechend in das Gebäude integriertes- „Familienzimmer” beantragt habe, um Angehörigen Verstorbener die Möglichkeit zu geben, während der Einäscherung anwesend zu sein ...

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