Wozu Unterhalt? Nimm doch ein Darlehen!

Wer als Student „BAföG-berechtigt“ ist, ist verpflichtet, BAföG zu beantragen. Tut dies der Student nicht, so sind ihm die fiktiven BaföG-Leistungen als Einkommen anzurechnen und senken damit die Unterhaltslast der Eltern. Das ist seit BGH FamRZ 1985, 916 allgemeine Meinung.

Nun eine Fallvariante aus Bremen. Die Master-Studentin für „Sociology of Culture, Media and the Arts“ an der Universität in Rotterdam ist aufgrund des hohen Einkommens der Eltern nicht BAföG-berechtigt. Der Vater verweist sie auf die Aufnahme eines sog. Bildungskredits bei der KfW, wobei der Vater sich bereit erklärt, die fälligen Zinsen zu zahlen, so dass die Tochter später nur die Valuta tilgen müsste.

Dem mochte das OLG Bremen (Beschluss v. 10.09.2012 - 4 UF 94/12) nicht folgen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK