Seien Sie sensitiv!

Auch bei Ihren Mandanten. Was das genau bedeutet? Nun, es geht um das Gebot 7 meiner 10 Gebote für das Pricing von Anwaltshonoraren: Du sollst die Preissensivität des Mandanten berücksichtigen.

Wenn ich sage, der Anwalt soll die Preissensitivität der Mandanten berücksichtigen, meine ich damit nicht, dass er/sie niedrigere Honorare fordern sollte. Aber die Anwältin/der Anwalt soll dem Mandanten einen Nutzen bieten, der höher ist als das Honorar, das er fordert. Das Papier, auf dem dieser Beitrag abgedruckt ist, dürfte zusammen mit der Druckerschwärze und den anteiligen Produktionskosten kaum höher sein als 2 Euro, die Verwirklichung der in dem Beitrag enthaltenen Ideen aber wird dem Leser hunderte oder tausende Euro einbringen. Nicht anders verhält es sich z.B. bei dem Anwalt, der mit dem Entwurf eines Vertrages beauftragt ist. Auch hier sind die Papier- und Druckkosten meist relativ unbedeutend im Vergleich zu den Vorteilen des Mandanten bei Abschluss des Vertrages. Das Problem ist: wie vermittle ich das dem Mandanten. Die Antwort besteht aus einem Wort: „Kommunikation.“ Zwei Beispiele aus der Praxis sollen dies verdeutlichen.

Beispiel 1: (der strategische Strafverteidiger)

Ein Strafverteidiger liest seinem Mandanten als erstes die strafgesetzliche Vorschrift vor, gegen die der Mandant verstoßen haben soll ...

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