Teilnahme am Religionsunterricht = Kindeswohlgefährdung?

Die Zwillinge der getrennt lebenden Eltern sind gerade eingeschult worden und schon gab es Streit.

Sollen die beiden konfessionslosen Jungs am Religionsunterricht teilnehmen oder nicht?

Die Mutter war dagegen, der Vater dafür.

Das AG übertrug dem Vater die Entscheidung über eine Teilnahme am Religionsunterricht und den Schulgottesdiensten.

Die Mutter ging in Beschwerde und beantragte außerdem, im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes die Aussetzung der Vollziehung des amtsgerichtlichen Beschlusses.

Letzteres wurde vom OLG abgelehnt:

Dass die Kinder bei einer Teilnahme am Religionsunterricht und den Schulgottesdiensten bis zur Entscheidung in der Hauptsache Schaden nehmen, ist nicht zu befürchten. Soweit sie bei ihrer Anhörung erklärt haben, dass sie nicht zum Religionsunterricht gehen wollen, kann dem nur eine untergeordnete Bedeutung zukommen. Denn dass sie die Bedeutung ihrer Erklärung wirklich überschauen, kann angesichts ihres Alters nicht angenommen werden. So konnten sie auch keinen Grund für ihre ablehnende Haltung angeben. Eine einseitige und dauerhafte Beeinflussung der Kinder in religiösen Fragen ist bei einer Teilnahme bis zur Entscheidung in der Hauptsache nicht zu befürchten ...

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