Stammheim: 4 Patronen und das Elefantentreffen am Nürburgring

Ehemalige RAF-Zelle in Stuttgart-Stammheim

„Die von Terroristen in einer Lufthansa-Boeing entführten 86 Geiseln sind alle glücklich befreit worden“. Mit dieser Meldung im Deutschlandfunk am frühen Morgen des 18. 10. 1977 ist das Schicksal der RAF-Terroristen Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Jan Carl Raspe besiegelt. Schon Tage zuvor hatte sie gegenüber Polizeibeamten verklausuliert ihren Selbstmord für den Fall angekündigt, dass ihre Befreiung scheitern sollte. Baader und Raspe erschießen sich in ihren Zellen. Die Waffen dafür waren ihnen zuvor über ihre Anwälte zugespielt worden. Gudrun Ensslin erhängt sich, Irmgard Möller versucht, sich mit einem Messer zu töten. Die Nacht geht als die „Todesnacht von Stammheim“ in die Geschichtsbücher ein. Sie jährt sich heute zum 35. Mal – und bislang nicht beachtete Stasi-Unterlagen offenbaren ein ungelöstes Rätsel um 4 Patronen aus Polizeibeständen.

Die baden-württembergischen Behörden veranlassen nach dem Fund der Leichen eine Untersuchung. Ärzte aus mehreren Ländern obduzieren die Leichen gemeinsam – von Anfang an soll dem Verdacht entgegengewirkt werden, die Gefangenen könnten in der Haft getötet worden sein. Trotzdem gibt es von Anfang an Spekulationen – teilweise von den Anwälten der Terroristen genährt. Auch wenn es nie ernsthafte Beweise für eine Tötung durch Dritte gab: Die Mythen um die „Nacht von Stammheim sind bis heute nicht verstummt. Auch deshalb, weil die offiziellen Akten zu den Untersuchungen bis heute nicht zugänglich sind.

Doch Teile der Akten haben schon damals den Weg zum Staatssicherheitsdienst der DDR gefunden. Und in diesen Akten findet sich ein bis heute ungelöstes Rätsel um die Todesnacht von Stammheim: Wie kamen Patronen der Polizei aus Rheinland-Pfalz in die Stammheimer Zelle?

Am 2 ...

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