Rezension Strafrecht: Verteidigung ausländischer Beschuldigter

Möthrath / Rüther / Bahr, Verteidigung ausländischer Beschuldigter, 1. Auflage, Carl Heymanns 2012 Von Richter am Amtsgericht Carsten Krumm, Lüdinghausen Ein Büchlein von gerade einmal 108 Seiten zu strafprozessualen Themen ist heutzutage schon eine echte Rarität. Der Trend geht allerorts eher zu dicken Wälzern. Mit seiner „Anwaltsstart“-Reihe versucht sich der Carl-Heymanns Verlag gegen den Zeittrend zu stellen. Meiner Meinung nach auch erfolgreich. Es ist auch für Rezensenten geradezu erholsam, ein so dünnes Werk zu erhalten. Vorab kann man schon feststellen, dass das Konzept überzeugt – schmales Buch, kleiner Preis, schnelle und zuverlässige Information. Die drei Autoren sind allesamt anerkannt erfahrene Strafverteidiger, die aus einem vollen Erfahrungsschatz schöpfen können. Zunächst befassen sie sich mit dem Mandatsverhältnis, also allgemeinen Fragen, die in jedem Verteidigerverhältnis eine Rolle spielen – stets wird freilich der ausländische Mandant in den Mittelpunkt der Erörterungen gestellt. Für den Berufsanfänger in der Praxis besonders wichtig ist sodann die Überwindung sprachlicher Hürden im Verfahren als solches, aber auch im Mandatsverhältnis. 20 Seiten und damit ein Fünftel des Buches ist diesem Thema gewidmet: Dargestellt wird so z.B. die Rolle des Dolmetschers einschließlich der Dolmetscherkosten. Auch die Überwindung sprachlicher Barrieren durch den Anspruch auf Übersetzung einzelner amtlicher Unterlagen ist absolut praxisrelevant. Auch erfahrene Verteidiger können sicher an dieser Stelle noch etwas lernen ...Zum vollständigen Artikel

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