Nicht erlaubt: "Hol Dir Dein Stickerbuch!"

Solche Aktionen kennt man doch: Beim Einkauf in einem Supermarkt bekommt man als Zugabe eine kleine Tüte mit Aufklebern. Je mehr man einkauft, desto mehr Aufkleber bekommt man. Und die quengelnden Kids an der Seite wollen natürlich alle haben. Und dazu noch das Sticker-Buch, das man allerdings nicht geschenkt bekommt, sondern das man kaufen muss. Zuletzt war die Supermarktkette REWE wegen einer solchen Aktion in den Medien. Die vom Unternehmen zur Verfügung gestellte Tauschbörse für diese Sammelbildchen war gehackt worden, zahlreiche Daten von teilnehmenden Kunden waren geklaut worden. Heute kommt die Nachricht aus Österreich, dass zwei Lebensmittelketten verurteilt worden sind, weil sie ihr Stickerbuch zu offensiv den Kindern angeboten haben. Die Aufforderung "Hol Dir Dein Stickerbuch!" ist danach verbotene Kinderwerbung (OGH, Urteil vom 18.09.2012, Aktenzeichen: 4 Ob 110/12y), wie aus der Pressemitteilung des Gerichts hervorgeht:
Die Werbung habe sich an Minderjährige unter vierzehn Jahren gerichtet, die jedenfalls „Kinder“ im Sinn des gesetzlichen Verbots seien; bei der Verwendung des Imperativs „Hol’ dir hier das Buch dazu“ habe es sich um eine „direkte Aufforderung“ zum Kauf gehandelt.
Gilt das auch für Deutschland? Das Urteil ist natürlich nicht direkt in Deutschland anwendbar. Doch auch im deutschen Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb gibt es eine entsprechende Regelung, nämlich im Anhang zu § 3 Abs ...Zum vollständigen Artikel

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