Kündigung während der Probezeit trotz schwerem Arbeitsunfall rechtmäßig (LArbG Düsseldorf 14 Sa 1186/12)

Der Kläger war bei der Beklagten seit knapp 2 Monaten als Industriemechaniker beschäftigt, als ihm bei einem schweren Arbeitsunfall 4 Finger abgetrennt wurden. 3 Finger konnten erfolgreich reimplantiert werden. Die Beklagte meldete den Unfall unverzüglich der Berufsgenossenschaft und kündigte das Arbeitsverhältnis unter Wahrung der für die Probezeit vereinbarten Kündigungsfrist. Darufhin erhob der Kläger Kündigungsschutzklage, die er damit begründete, dass sich die Beklagte treuwidrig verhalte. Die Beklagte argumentierte dagegen, der Kläger habe sich im Erprobungszeitraum als nicht teamfähig erwiesen, da er mehrmals die Sicherheitsvorschriften außer Acht gelassen habe. Es sei deshalb 2 Mal zu unfallgefährlichen Situationen gekommen.

Das Arbeitsgericht wies die Kündigungsschutzklage ab. Die Kündigung sei weder treuwidrig noch sittenwidrig erfolgt. Umstände, die die Annahme einer Treuwidrigkeit bzw. Sittenwidrigkeit der Kündigung nahelegten, habe der Kläger nicht darlegen können ...

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