Das Web 2.0 und das Persönlichkeitsrecht

Das sog. “Volkszählungsurteil” des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 1983 statuierte dem Bürger das Recht, grundsätzlich selbst über die Preisgabe der zu seiner Person gehörenden Informationen zu entscheiden. Das informationelle Selbstbestimmungsrecht wurde damit aus den Art. 1 und 2. GG interpretiert. Der Bürger soll über die Verwendung und Preisgabe seiner persönlichen Daten selbst bestimmen können.

In § 1 Abs. 1 BDSG heißt es dann auch:

Zweck dieses Gesetzes ist es, den Einzelnen davor zu schützen, dass er durch den Umgang mit seinen personenbezogenen Daten in seinem Persönlichkeitsrecht beeinträchtigt wird

Nicht die Daten an sich, sondern das Persönlichkeitsrecht ist das oberste Schutzgut des Bundesdatenschutzgesetzes.

Das Mitmach-Web (2.0)

Das Web 2.0 ist der weitere Begriff für das “Mitmach-Web”. Durch leicht erlern- und nutzbare technische Möglichkeiten, stehen jedem Bürger mit Internetanschluss zahllose Kommunikationskanäle zur Verfügung. Blogs wie dieser, die eigene Homepage und natürlich auch die eigenen Darstellung auf sozialen Netzwerken wie Facebook.

Dabei wird leicht übersehen, dass eine Veröffentlichung von Beiträgen in sozialen Netzwerken nicht nur heute, sondern auch und gerade in der Zukunft schaden kann. Ein falscher Klick in verschachtelten Einstellungsdialogen kann dazu führen, dass Urlaubsfotos und unbedachte Kommentare den 1.000.000.000 anderen Usern zur Verfügung stehen.

Sie denken das passiert Ihnen nicht? Das Facebook Profilbild ist beispielsweise standardmäßig öffentlich. Sie sind nicht bei Facebook? Aber Sie haben Freunde, Bekannte und Verwandte die dort sind und witzige Gruppenfotos von Veranstaltungen und privaten Feiern einstellen, Sie vielleicht auch benennen und markieren ...Zum vollständigen Artikel

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