Alte Bomben – wer zahlt, wenn’s knallt?

Glücklicherweise sind Kriege auf deutschem Boden seit langer Zeit vorbei, so dass man sich Hierzulande über die Risiken durch Fliegerbomben eigentlich keine Gedanken machen müsste. Leider werden jedoch immer wieder Fliegerbomben aus den beiden Weltkriegen gefunden, die nicht entschärft werden können und sodann „kontrolliert“ gesprengt werden müssen. Erst am Sonntag knallte es wieder – diesmal im Dortmund-Ems-Kanal.

Mit „Kontrolle“ hat eine solche Sprengung jedoch in den meisten Fällen – zumindest im Hinblick auf die angerichteten Gebäudeschäden – recht wenig zu tun. „Kontrolliert“ bedeutet meistens nur, dass Anwohner evakuiert werden, um Personenschäden zu vermeiden. Die Sprengkraft der Bombe selbst lässt sich jedoch kaum kontrollieren, wie insbesondere die Ende August in München erfolgte Sprengung einer Fliegerbombe gezeigt hat. Die Schäden liegen im Millionenbereich. Mehrere Häuser sind unbewohnbar, Statikprüfungen sind erforderlich. Die Gebäudebesitzer, die „glimpflich“ davon gekommen sind, dürfen immerhin „nur“ über eingedrückte Wohnungstüren, geborstene Fensterscheiben, angebrannte Dächer oder Mauerrisse klagen.

Für die Gebäudebesitzer ist nunmehr nur eine Frage interessant – wer zahlt, wenn’s knallt? Sind die Schäden von der Gebäude- und Hausratversicherung erfasst? Kann man direkt auf die Firma, die mit der Entschärfung der Bombe beauftragt war, zurückgreifen oder muss man sich an den Auftraggeber der Bombenräumung d.h. die jeweilige Stadt oder sogar das Land wenden?

Sofern eine Gebäude- und/oder eine Hausratversicherung besteht, dürfte es für den Gebäudebesitzer am einfachsten sein, seinen Versicherungsschutz in Anspruch zu nehmen und es dem Versicherer zu überlassen, ggf. Regressansprüche gegen Firmen, Stadt oder Land geltend zu machen ...

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Bombe in München entschärft - Keine Verletzten, viele kaputte Fensterscheiben

Eine solche Nacht hat die Stadt München seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr erlebt. Tausende Menschen mussten ihre Wohnungen räumen und in Notunterkünften schlafen. Die Feuerwehr war im Großeinsatz. Grund dafür war der Fund einer hochexplosiven Fliegerbombe im Stadtteil Schwabing. Mehr als 30 Stunden hatten sich Sprengstoffexperten vergeblich bemüht, die 250 Kilogramm schwere Bombe zu entschärfen. Die anschließende Sprengung geriet zu dem außer Kontrolle.



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