Kein wirtschaftlicher Totalschaden, wenn günstigere Reparaturmöglichkeit besteht

Der Kläger des vom Landgericht Saarbrücken in zweiter Instanz entschiedenen Prozesses (Urteil vom 21.09.2012, Aktenzeichen 13 S 102/12) hatte nach dem Verkehrsunfall ein Sachverständigengutachten eingeholt. Der Sachverständige kam zu Reparaturkosten von ca. 3050 €, einem Wiederbeschaffungswert von 3500 € sowie einem Restwert von 600 €. Die beklagte Versicherung teilte dem Kläger damit, dass sie die Reparaturkostenübernahmeerklärung gegenüber der Werkstatt bestätigt habe.

Der Kläger nutzte sein Fahrzeug jedoch seit dem Unfall in unreparierten Zustand weiter.

Daraufhin erstattete die beklagte Versicherung lediglich ca. 2270 € mit der Begründung, dass das Fahrzeug unter Zugrundelegung niedrigerer Stundenverrechnungssätze bei einer anderen Werkstatt, die namentlich benannt wurde, repariert werden könnte. Diese Reparaturfirma sei einer gebundenen Fachwerkstatt gleichwertig.

Daraufhin klagte der Halter des beschädigten Fahrzeugs den Differenzbetrag zum wirtschaftlichen Totalschaden ein. Das erstinstanzliche Gericht wies die Klage mit der Begründung ab, dass ein wirtschaftlicher Totalschaden nicht eingetreten sei. Die von der Versicherung vorgenommene Abrechnung mit der Verweisung auf eine günstigere Reparaturmöglichkeit sei nicht zu beanstanden.

Auch die hiergegen eingelegte Berufung blieb erfolglos ...

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