Interview mit Prof Dr. Martin Kment - Herausforderungen des Netzausbaus

Der intelligente Umbau der Energieversorgung ist unter dem Eindruck der Ereignisse in Fukushima gesellschaftlicher und politischer Konsens. Die von bundespolitischer Seite formulierten Ziele fokussieren sich auf den weiteren Ausbau der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien, gekoppelt an die Einsparung von Energie und die Erhöhung der Energieeffizienz. Dafür wurde ein umfangreiches Gesetzespaket beschlossen. Die vorhandenen Stromnetze sind noch nicht auf den Transport der erneuerbaren Energien ausgelegt. Für die Energiewende bedarf es deshalb außerdem einer Weiterentwicklung des bestehenden Netzes. Markus Wegner / pixelio.de Mit den Herausforderungen des Netzausbaus zugunsten erneuerbarer Energien beschäftigt sich auch der 1. Wiesbadener Energierechtstag, zu dem die EBS Law School und der Heussen-Stiftungslehrstuhl für Öffentliches Recht und Europarecht, Recht der erneuerbaren Energien sowie Umwelt- und Planungsrecht am 23. Oktober einladen. Für PUBLICUS sprach Christine Kreitmeier vorab mit Prof. Dr. Martin Kment über die Problemfelder, die in der Tagung behandelt werden. Im Fokus stehen neben der Frage des Ausbaubedarfs die Funktionstüchtigkeit der aktuellen Gesetzeswerkes sowie die Öffentlichkeitsbeteiligung. Ein spezieller Blick wird auf die energierechtliche Enteignung, die Off-shore-Energiegewinnung und das Regulierungsrecht geworfen. PUBLICUS: Wie viel Strom werden wir in den nächsten Jahren verbrauchen? Welche Rolle spielen die einzelnen Energiequellen und auf welcher Grundlage können die Netzbetreiber ihre Ausbaumaßnahmen planen? Kment: Niemand weiß im Moment, wie viel Strom wir in den nächsten Jahren konsumieren werden. Dies hängt schlichtweg damit zusammen, dass der Energieverbrauch der Zukunft vom Verhalten der Verbraucher abhängt. Bislang existieren einzig Prognosen, die uns einen Eindruck verschaffen können, welche Energiemengen in der Zukunft benötigt werden ...Zum vollständigen Artikel


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