Soviel Ahnung wie eine Stange Rhabarber

Unschön, aber nicht ganz unverdient:

George Osborne has as much knowledge about economics as a stick of rhubarb

Das muss man nicht übersetzen.

George Osborne ist ein energischer Typ. Dass er aneckt, liegt auch an seinem total undankbaren Job, denn er ist Finanzminister in UK (Chancellor of the Exchequer). Da will man nicht den griechischen Weg gehen und baut deshalb den Staat, wie wir ihn kennen, einfach mal ab. Aus Geldgründen. Es liegt aber auch an seiner gezielten Art, im richtigen Augenblick immer das falsche vorzuschlagen.

Nehmen wir Wolfgang Schäuble, Obornes deutschen Amtskollegen. Wie wäre das Presseecho, wenn er auf einem CDU-Parteitag vorschlagen würde:

Meine Damen und Herren!

Ich habe einen revolutionären Reformvorschlag, der auf kongeniale Weise Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht und die Wirtschaftsförderung miteinander verbindet.

Ab 2013 werden Unternehmen, die als GmbH organisiert sind, ihren Arbeitnehmern den Kündigungsschutz abkaufen können. Wenn Sie den Arbeitnehmern anbieten, einen Anteil am Unternehmen zu erhalten, der im Bagatellbereich liegt und keine nennenswerten Rechte einräumt, mit Gewinnbezugsrechten, die voraussichtlich keinen Steuerfreibetrag erreichen, dann können Arbeitnehmer wirksam auf jeden Schutz vor Kündigungen verzichten. Der Arbeitgeber kann ihnen diese Lösung sogar aufzwingen. Auf diesem Weg erreichen wir alles: Die Arbeitgeber werden den Kündigungsschutz los. Unterkapitalisierte Startups in Berlin Mitte finden ohnehin keinen, dem sie ihre Anteile andrehen können. Jetzt müssen die Arbeitnehmer die abnehmen. Wir gewähren auf Gewinnbezugsrechte dann nochmal Freibeträge, die es ohnehin schon gibt. Damit ist ein Ausgleich hergestellt: Der Anteil ist nichts wert, die Gewinnbezugsrechte auch nichts, die Staatskasse steht da wie vorher ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK