Mord: Vater soll Geschwister zum Mord an eigener Tochter angestiftet haben

Im Januar wurde die Leiche einer jungen Kurdin auf einem Golfplatz in Großensee, in der Nähe von Hamburg, gefunden. Schnell fiel der Verdacht auf die fünf Geschwister. Sie sollen ihre Schwester ermordet haben, da sie sich nicht an die Traditionen der Familie gehalten und eine Beziehung mit einem Deutschen geführte hätte.

Im Mai wurde ein Bruder von ihr wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt, die vier weiteren Geschwister bekamen Freiheitsstrafen zwischen fünfeinhalb und zehn Jahren. Nun erhebt die Staatsanwaltschaft auch gegen die Eltern der Getöteten Anklage. Dem Vater wird Anstiftung zum Mord und Anstiftung zur gefährlichen Körperverletzung vorgeworfen. Die Mutter soll wegen Beihilfe angeklagt werden. Gegen den Vater beantragte die Staatsanwaltschaft auch einen Haftbefehl. Das Gericht sah jedoch keine Fluchtgefahr und lehnte den Antrag ab.

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt für Strafrecht & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

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