Barschel-Foto usw.

“Ich habe jedes Verständnis für kritische Nachfragen.”

sagt Sebastian Knauer, jener STERN-Reporter, der vor 25 Jahren am 11.10. im Genfer Hotel Beau Rivage in ein fremdes Hotelzimmer eindrang. Warum Knauer überhaupt die Tür öffnete, obwohl ein “Bitte nicht stören”-Schild an der Klinke hing und auf sein Klopfen niemand herein bat, ist schon irgendwie seltsam. “Hausfriedensbruch” ist auch in der Schweiz eine Straftat.

Drinnen fand er Aufzeichnungen des Herrn Barschel, die er mal eben ausspionierte und abfotografierte. Wie weit professionelle Journalisten gehen, ist bemerkenswert. Warum er auf die Idee kam und sich die Freiheit nahm, dann auch die Badezimmertüre zu öffnen und damit einen weiteren Privatbereich zu verletzen, ist seltsam, denn was hat ein politischer Journalist in einem fremden Badezimmer zu suchen?

Dass Knauer dann seinen sensationellen Fund fotografierte und der STERN dieses würdelose Foto abdruckte, hat man dann später beim Presserat kontrovers diskutiert. Definitiv allerdings war ab dem Fund der Leiche Interesse der Öffentlichkeit vorhanden, auch der Presserat sah dies so ...

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  • StZ-Interview zum Barschel-Tod: Barschels ungeklärter Tod

    stuttgarter-zeitung.de - 2 Leser - Im Gespräch mit der Stuttgarter Zeitung schildert der Journalist Sebastian Knauer den dramatischen Moment im Jahr 1987, als er den früheren Kieler Ministerpräsidenten in einer Hotelbadewanne entdeckte.

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