Ausschlagungsfrist bei minderjährigen Erben

Nach den Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs kann auch eine minderjährige Person Erbe werden. Als minderjährig gilt eine Person unter 18 Jahren.

Minderjährige sind nach deutschem Familienrecht der elterlichen Sorge unterstellt. Diese elterliche Sorge umfasst die Sorge für die Person des Kindes (Personensorge) und für das Vermögen des Kindes (Vermögenssorge).

In der Regel liegt die elterliche Sorge bei Mutter und Vater gemeinsam. Unter die Vermögenssorge fällt auch die Fragestellung, ob eine Erbschaft angenommen oder ausgeschlagen wird.

Die Ausschlagung einer Erbschaft ist binnen 6 Wochen ab Kenntnis vom Tod und der eigenen Erbenstellung zu erklären.

Wer für einen Minderjährigen die Ausschlagung erklären muss, ist eindeutig zu beantworten: der Sorgeberechtigte, bei mehreren Sorgeberechtigten diese gemeinsam.

Ob es für den Anlauf der Ausschlagungsfrist ausreicht, dass nur ein Elternteil Kenntnis vom Tod des Erblassers und der Erbenstellung des Kindes erlangt hat, wird in der Rechtsprechung differenziert gesehen ...

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