Mammutprozess: Brüder stehen wegen Mordes vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth

Vor eineinhalb Jahren soll eine 76-jährige Frau in ihrem Lotto-Laden von zwei Brüdern ermordet worden sein. Die Staatsanwaltschaft hat einen 30-jährigen Schreiner und seinen 18 Jahre alten Bruder vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth angeklagt.

Die Brüder sollen versucht haben, den Laden auszurauben. Dabei haben sie der Ladeninhaberin mindestens zweimal auf den Kopf geschlagen. Als diese anschließend auf dem Boden lag, sollen die Beiden sie gefesselt und geknebelt haben. Nachdem die Frau weiterhin versuchte sich zu wehren, soll einer der beiden sie erwürgt haben. Anschließend wurden mehrere hundert Zigarettenstangen entwendet.

Die Staatsanwaltschaft klagt die beiden Brüder wegen gemeinschaftlichen Mordes, Raub mit Todesfolge, versuchter räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung an. Es werden gleichzeitig auch noch weitere Taten aus dem Jahr 2010 verhandelt. Der Prozess vor der Jugendkammer soll bis zum 20. Dezember andauern. Insgesamt sind 15 Verhandlungstage anberaumt. Es sind 76 Zeugen und acht Sachverständige geladen.

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt für Strafrecht & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

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