Eichrecht am Hochreck: Der Eiswürfel ist kein Getränk und der Longdrink eine Speise sui generis!

Muss ein Longdrink-Glas für den Einsatz in der Gastronomie geeicht sein? Diese Frage beschäftigt uns seit mehr als einem Jahr. Nun die amtliche Gewissheit: Es muss!

Für das Cocktail-Glas sieht das Gesetz keine Eichpflicht vor, soviel ist klar. Denn nach § 3a Abs. 1 Nr. 1 EichO sind Gläser von der Eichpflicht befreit, wenn sie für ein alkoholhaltiges Mischgetränk aus mehr als zwei Getränken bestimmt sind. Wie verhält es sich nun mit dem Longdrink, der – in seiner einfachen Form - aus einer Spirituose (etwa Gin), dem sogenannten „Filler“ (etwa Tonic) und Eis besteht?

Die behördliche Rechtsauffassung differenziert (physikalisch genau) zwischen Aggregatzuständen. Und da wird der Eiswürfel zum eichrechtlichen Problem. Genauer gesagt, die Temperatur des Eiswürfels. Die zuständige Behörde hat nämlich jetzt klar gestellt: Getränke sind nur Flüssigkeiten, die zum Trinken bestimmt sind. Mit anderen Worten: So lange der Eiswürfel kalt ist, ist er nicht flüssig und damit kein Getränk ...

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