Weiterverkauf von Fußballtickets erlaubt?

Derzeit kommt es immer häufiger vor, dass Erwerber von Tickets für Fußballspiele diese weiterverkaufen und dabei unter Umständen Gewinn erzielen. Dieses Vorgehen ist den Vereinen ein Dorn im Auge, sodass es zu deren Alltag geworden ist, dem Weitervertrieb der Tickets durch Abmahnungen entgegenzutreten. So etwa der amtierende Meister Borussia Dortmund. Inwieweit diese Abmahnungen berechtigt sind, soll im Folgenden dargestellt werden:

Zu unterscheiden ist zunächst zwischen Angeboten von Privatverkäufern und gewerblichen Anbietern, sowie zwischen personalisierten und nicht personalisierten Tickets.

1. gewerblicher Verkauf – nicht personalisierte Tickets

Zum Verkauf der nicht personalisierten Tickets von gewerblichen Anbietern hat der BGH in seinem Urteil vom 11.09.2008, Az. I ZR 74/08 entschieden, dass die Vereine den gewerblichen Handel mit Eintrittskarten untersagen können, wenn der Anbieter die Tickets direkt vom Verein oder seinen Vertriebsorganisationen bezogen hat. Dies entschied auch das OLG Hamburg im Urteil vom 03.02.2005, Az. 5 U 65/04, da in diesen Fällen dem Erwerber der Tickets ein Weiterveräußerungsverbot mittels AGB auferlegt wird. Werden diese Tickets dennoch gewerblich verkauft, stellt dieses Vorgehen eine Pflichtverletzung dar, die abgemahnt werden darf.

Dagegen nicht untersagt werden kann der Handel, wenn der gewerbliche Anbieter die Tickets zuvor über Suchanzeigen im Internet von einem Dritten erworben hat. Zwar ist auch diesen nach den AGB eine Veräußerung der Tickets nicht gestattet. Den gewerblichen Anbietern müsste aber weiter nachgewiesen werden können, dass sie die Privatpersonen zum Vertragsbruch verleiten ...

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