Pausen, die vom Arbeitgeber zu bezahlen sind

Arbeitgeber müssen spätestens zu Beginn einer Pause auch deren Länge angeben. Andernfalls ist die Pause keine wirkliche Ruhepause, die arbeitsfreie Zeit ist dann zu vergüten, entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Köln in einem jetzt schriftlich veröffentlichten Urteil vom 03.08.2012 (AZ: 5 Sa 252/12).

Damit gab das LAG einer Flugsicherheitskraft weitgehend recht. Der Arbeitnehmer hatte insgesamt 1.782,00 € als Bezahlung für sogenannte Breakstunden verlangt. Ob der Arbeitgeber die Pausen bezahlen muss, hängt nach dem Kölner Urteil davon ab, wann und wie sie angeordnet wurden. Konkret sprach das LAG dem Kläger 1.325,00 € zu.

Laut Arbeitszeitgesetz ist spätestens nach sechs Arbeitsstunden eine Pause von wenigstens 30 Minuten fällig, bei Schichten über neun Stunden von 45 Minuten. Die Pausen können in Abschnitte von mindestens 15 Minuten gestückelt werden, müssen aber „im Voraus feststehen“. Soweit nicht anderes vertraglich geregelt ist, sind diese Ruhepausen nicht vergütungspflichtig ...

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