München, Ministerium und Montgomery

Zugegeben, auf diese Show musste man hier am heutigen Morgen ein bisserl warten. Ich drücke es mal so aus: Über dem Dach stand – praktisch im Lot – die Sichel des abnehmenden Mondes, klar sichtbar. Vom Regionalzug sah man erst mal nix und dann erst mal drei Lichter der Lok und von Burg und Kirche sah man erst mal gar nix mehr, ebenso wenig wie von Ettaler Mandl und Moos und allem, was Sie sonst eben so an Fels und Wand sehen könnten.

Manche würden daraus schliessen, dass der Mond eben doch näher bei Murnau liegt, als Garmisch und die Zugspitze. So kommen fehlerhafte Schlussfolgerungen zustande, die das Fernliegende als naheliegender als die Wahrheiten liegend scheinen lassen.

Das könnte leicht auch dem Wissenschaftsministerium so ergehen. Und auch dem Präsidenten der BÄK und anderen Transplantationszentren, Ministerien und Beteiligten der Transplantationsmedizin.

Dem Wissenschaftsministerium dann, wenn es annehmen sollte, mit der – erst mal wie eine Errungenschaft klingenden – Schaffung eines “neuen Zentrums der Transplantationsmedizin” - wäre nicht nur das aktuelle Problem aus der Welt, sondern auch ein vernebelnder Schleier über das drapierbar, was vor den aktuellen Ereignissen bereits an möglichen “Auffälligkeiten” bei genauer Prüfung alles Vorgänge seit 1.12.1997 zutage treten könnte.

Ein neues Zentrum der Transplantationsmedizin klingt wie der Neubau einer Klinik, wie weiterer Fortschritt einer als Hochleistungsmedizin angepriesenen Exclusivsparte des Gesundheitswesens zum Wohl der Patienten. Es klingt so. Tatsächlich war manches offenbar exclusiv. Das Wissen über “Auffälligkeiten”, das in Schränken eines Chefarztes verschlossen worden soll ...

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