“Mitnahme” von Kundendaten bei Vertragsende

LAG Hessen-Urteil 2011: Der klagende Firmenkundenbetreuer hatte sich mit seiner Arbeitgeberin, der beklagten Bank, über die einvernehmliche Aufhebung des zwischen ihnen bestehenden Arbeitsvertragsverhältnisses geeinigt. Die Vereinbarung sah unter anderem eine bezahlte Freistellung des Betreuers vor. Kurz vor Beginn der Freistellungsphase übermittelte der Betreuer stundenlang insgesamt 94 Emails mit ca. 622 MB und insgesamt 1.660 Dateianhängen an sein privates Email-Postfach. Dabei handelte es sich überwiegend um Kundendaten, die dem Bankgeheimnis unterliegen. Die Bank erhielt davon Kenntnis und sprach die fristlose Kündigung aus.

Das LAG ging davon aus, dass das Verhalten des Betreuers an sich bereits einen wichtigen Grund darstellte, das Arbeitsvertragsverhältnis fristlos zu beenden ...

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